HISTORY

 

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Nach dreijähriger Zusammenarbeit trat meine Trainerin Michèle Trösch wegen familiären Gründen von ihrem Traineramt zurück. Die Entscheidung bedauerte ich zwar, konnte sie aber nachvollziehen. Der ehemalige Kurzhürdenspezialist Urs Lienhart war fortan der neue Betreuer. Es wurden neue Schwerpunkte gesetzt, andere Strukturen entwickelt...kurz: Ich startete mit neuem Elan und vielen guten Vorsätzen in den Winter 09/10. Auch in diesem Jahr verzichtete ich auf Hallenwettkämpfe und konzentrierte mich auf die Sommersaison mit der Zielsetzung Europameisterschaften in Barcelona (Limite 51.20). Mit sehr guten Trainingswerten startete ich in Saison und erzielte ich erfreulicherweise sogleich PB. Bevor wir aber den richtigen Schliff ansetzen konnten, geschah genau das, was man als Sportler am Meisten fürchtet: Während eines Trainingslaufes trat ein starker und plötzlicher Schmerz in der linken Hüfte auf. Von da an mussten die Weichen neu gestellt werden: Arztbesuch um Arztbesuch, Trainingsausfälle und schliesslich die niederschmetternde Diagnose. Es war von Saison-, ja gar Karriereende die Rede und ich musste mir ernsthafte Gedanken über die Zukunft machen. Zusammen mit Urs und den Ärzten einigte wir uns darauf, die Saison zu ende zu führen und danach die Hüfte operativ zu behandeln. Mit vielen Alternativtrainings versuchten wir das Unmögliche wahrzumachen und die EM-Limite doch noch zu knacken. Ohne richtige Hürden- und Sprinttrainings gelang es mir eine Woche vor der Schweizermeisterschaft eine Zeit von 51.75s zu laufen. An den Meisterschaften in Lugano konnte ich zwei Jahre nach meiner letzten SM-Medaille endlich wieder auf das Podest steigen und wurde zum Zweiten Mal Vize-Meister. Für die Limite reichte es schlussendlich deutlich nicht, trotzdem bin ich mit dem Ausgang der Saison zufrieden. Wie und ob es überhaupt weitergehen wird, entscheidet nun der Ausgang der Operation im August.

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